Das Wasserwandern im Jahr 2016

Unser Programm enthielt 18 geplante Fahrten im Umfang von einem bis zu maximal sechs Tagen je nach Strecke und Übernachtungsmöglichkeit. Von den 18 Fahrten waren 10 auf arbeitsfreie Tage gelegt. Infolge persönlicher Angelegenheiten oder mangelndem Interesse fielen 6 Fahrten aus. Dafür wurden 12 zusätzliche Fahrten individuell durchgeführt; darunter als Ziele Mecklenburg, die Berliner Gewässer, die Mittelelbe mit der Kanalbrücke bei Magdeburg, die Potsdamer Schlösserfahrt und als Nahziel der Spreewald. Die vorgesehenen wichtigsten Fahrten fanden alle statt, wenn auch manchmal mit kleiner Besetzung. Die größte Veranstaltung war die 6. Böhmisch-Sächsische Elbefahrt, bei der wir 14 Gäste aus anderen Vereinen begrüßen konnten. Leider wird der Organisationsaufwand infolge der zunehmenden Individualität nicht einfacher.

Die Traditionsfahrt Coswig – Coswig sah nur 4 Teilnehmer, den alten Stamm. Die  Sommerfahrt der Wasserwanderer umfasste die Unstrut von Sömmerda und die Saale von Camburg bis Bernburg. 7 Teilnehmer gestalteten die Fahrt sehr interessant und waren eine harmonische Truppe. Auch das Wetter spielte gut mit.  Nach vielen vergeblichen Anläufen fuhren wir bei gutem Wasserstand wieder einmal die Freiberger Mulde von Conradsdorf bis Bieberstein. Bei zwölf Grad Celsius und leichtem Regen stellten sich vor allem 3 jüngere Wildwasserfahrer der anspruchsvollen Strecke. Die Mulde war überhaupt ein gut besuchter Bach. So waren wir beim An- und Abpaddeln auf ihrem Wasser und im Herbst sogar auf ihrem ungezähmten Teil hinter Eilenburg. Im Spreewald konnten wir einige neue Routen erkunden, dazu nahmen wir uns 4 Tage Zeit.

Die Summe der Unternehmungen brachte eine Kilometerleistung von 5106 km; nur ein Bruchteil der in Sachsen gepaddelten 121140 km. Gegenüber dem Vorjahr sind das 789 km mehr in unserem Verein. Diese Verbesserung geht vor allem auf das Konto von Spfrd. Gulitz und Brauer, welche zusammen 627 km mit ihren Fahrten auf Mittelelbe und von Rheinsberg über Userin zur Dahme erpaddelten. Im Verein wurden insgesamt 15 Fahrtenbücher geführt. Vielen Dank für die akribischen Eintragungen. In Sachsen nahmen 23 Vereine am Wanderfahrerwettbewerb teil. Die Coswiger landeten dabei auf dem 5. Platz. Die besten Leistungen haben die Sportfreunde Heinz Kühnisch mit 791 km, Torsten Gutschlicht mit 771 km und Bärbel Kühnisch mit 741 km vollbracht.

Für das Jahr 2017 stehen bewährte schöne Strecken und einiges Neue auf dem Plan. Die Ausschreibungen mit den Einzelheiten hängen wie immer im Bootshaus  aus.

Saale-Unstrut Fahrt 2016

Freitag 08. Juli 2016 — Sömmerda–Artern, 33km

Die erste Etappe unserer Unstrut Jungfernfahrt war eigentlich bis Oldisleben (Reiterhof) geplant. Doch für eine feste Anmeldung zur Übernachtung war dort gestern keiner erreichbar. Also werden wir nur vor Ort verhandeln können und hoffen, dass Verhandlungspartner anzutreffen sind. Dies teilten uns Kühnischs mit. Sie haben den Organisationspart von Wolfgang 1 übernommen, da er sich zu Hause um seine Frau mit gebrochenem Arm kümmern musste. Also fuhren wir ’nur‘ zu siebent: 2x Kühnisch, 2x Grosser, Torsten, Wolfgang 2 und Doris mit dem Boot namens Erdbeere als Gast.

Uwe und ich hatten Do. alles gepackt und waren abends 20 Uhr fertig damit – wollten dennoch erst den nächsten Tag losfahren, um das Fussballspiel (Deutschland gegen Frankreich, 0:2) zu sehen.

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Freitag Abfahrt Coswig: 5:45 (Wolfgang 2 DD: 6:30)
Ankunft Sömmerda Bootshaus: 8:30 (W2 8:45 – incl. Stadtrundfahrt)
Boote packen fertig, Besprechung: 9:45

evtl. wäre Übernachtungsmöglichkeit 5 km nach Oldisleben (‚Erlebnishof‘ – Gasthof)

Fahrtenleitung übernimmt Bärbel Kühnisch (Wolfgang 1’s Schwester), da W. sich um Edith mit gebrochenem Arm kümmert.
Gestartet wird mit den gepackten Booten auf dem Bootswagen – über den Hügel zwischen Kanu-Slalom Kanal und Unstrut. Vom Hügel werden die Boote per Rutschpartie über das Gras ins Wasser gebracht. – Einstieg etwas ‚provisorisch‘ mit teilweise ins Wasser treten.

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Sind erfrischend und locker losgepaddelt, jedoch gegen Mittag spürte man doch etwas die Anstrengung. Wir hatten etwas mit dem Wasser gespart, im Falle wir müssen in der ‚Wildnis‘ übernachten.

Erste Pause: Wehr Rietgen

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Einstieg danach steil runter, aber gut machbar auf Wiese (Rutsche für Boote) zwischen 2 Treppen (gut zum laufen). Starkes Rückwasser vor Stromschnelle – von Allen gut gemeistert.

Angekommen in Oldisleben steige ich aus und laufe zunächst an vielen leeren Pferdeboxen und wenigen Boxen mit Pferd vorbei und treffe erst ca. 400m weiter jemanden vom Hof. Er würde uns gestatten zu zelten, aber die anderen Mitpaddler wollen lieber den nächsten Zeltplatz inspizieren (Ergebnis nach kurzer Beratung). Hier müßten die Boote doch zu weit weg geparkt oder geschleppt werden.

Ca. 1h Stunde weiter, am Ausstieg zum ‚Erlebnishof‘, geht zunächst Bärbel und dann auch ich auf ‚Erkundung‘ – Am Dorfplatz hole ich Bärbel ein. Dort schwatzt sie mit einer ‚Alt-Weiber-Gruppe‘, die sich am Eis-Auto versammelt hatte. Sie sind sehr gesellig und freundlich und schicken 7 Gehöfte uns weiter zum ‚Geimeinde-Diener‘.

Da uns der Weg zum Erlebnishof ebenfalls zu weit erscheint, fragen wir, ob wir 1 Nacht ‚wild‘ am Ausstieg campen können. ‚Ja, natürlich – das ist das Recht eines Jeden hier in Thüringen‘. Im Internet finde ich dazu folgendes: Thüringen:

Hier bedarf das Zelten in Landschaftsschutzgebieten der Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde, § 56 b Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 ThürNatG, das zugehörige Bußgeld findet sich in § 56 b Abs. 5 ThürNatG. Im Wald ist das Zelten mit Zustimmung des Waldbesitzers zulässig, § 6 Abs. 6 Satz 1 Nr. 3 LWaldG, ansonsten droht ein Bußgeld, § 66 Abs. 1 Nr. 2 LwaldG.‘

Außerdem bietet uns der Gemeindediener auch noch Wurst und Bier zum Erwerb an. Aber leider haben wir – wie schon vorhin am Eis-Auto – ohne Geld keine gute Position dafür.
Zurück am Anleger kommt uns nun auch Heinz entgegen – war wohl ob unserer längeren Abwesenheit schon besorgt um Bärbel (Uwe nicht um mich ?:o)

Wir beraten uns kurz in der Gruppe und da Doris die nächstmögliche Übernachtungsmöglichkeit in guter Erinnerung hat und die Tour dorthin ebenfalls – ca. 1 weitere Stunde – beschließen wir, es dort zu versuchen. Und wir haben es nicht bereut – sehr freundliche u. lustige Sportfreunde: Ausser der guten Zelt- und Duschmöglichkeit konnten wir noch den Aufenthaltsraum und die Küche nutzen – Mit dem Wasserkocher können wir unsere Gaspatronen sparen. Der Bäcker ist nur 500m enfernt.

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Abends sitzen wir noch bei einer Tasse Rotwein beisammen (v. Kühnischs spendiert), planen den nächsten Tag und lauschen und erzählen alte lustige und interessante Paddler-Geschichten. (Gibt es hier auch so etwas wie ‚Anglerlatein‘?)

Sonnabend, 09. Juli 2016 — Artern-Nebra, 29 km

Plan: 8:30 Abfahrt, Ist: 9:15

7 Uhr holt Uwe Bäcker-Brötchen für alle. – Er nimmt nicht das Vereins-Fahrrad, so ohne Schloß …

7.45 sitzen wir alle beim Frühstück (nutzen Wasserkocher v. Verein) und setzen zur Abfahrt nach der Schleuse ein (mit dem großen Bootswagen vom Gelände).

Wir paddeln ca. 1h (4km), bis wir zum nächsten Wehr (Ritterburg) gelangen, dem einzigen noch handbetriebenen auf der Unstrut – Und Bärbel und mir kommt die Ehre zuteil, dies nach kurzer Einweisung zu tun. Bärbel bekam die ca. 2kg schwere Kurbel überreicht und los gings.

Der eigentliche Betreiber – überradschenderweise kein alter Wirt mit Bierbauch sondern eher vom Erscheinungsbild ein muskulöser braungebrannter ‚Surf-Boy‘, machte sich gerade für eine Roller-Skating Tour fertig. Er sagte, die Männer, die wir dabei haben, könnten das schon machen, aber wir nahmen das selber in die Hand – und alles ging gut :o)

Die nächste Schleuse ist wie auch die folgenden vom Verantwortlichen per Knopfdruck bedienbar. Jedoch verabschiedet sich der ‚Meister‘ gerade bei unserer Ankunft 11.50 Uhr in die Mittagspause – Die ist von 12 -13 und die letzte Schleusung startet 11.45. Er muss noch einkaufen, verspricht aber, ein paar Minuten eher wieder da zu sein, was er auch hält. Also machen auch wir erst mal Pause.

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Ausser uns sind noch einige Andere in der Schleuse: Leipziger, Nebra-Verleih-2Tagestour, Faltboote, … Einer stellt sich ins Boot und fällt dabei mit lautem Platsch ins Wasser.

Als wir aus der Schleuse ausfahren ist dementsprechen ‚Wuhling‘ auf der Wasserstraße – auch an dem Gastätten-Anleger unmittelbar danach, so dass wir uns entscheiden, später einzukehren. Und das tun wir dann auch – Im Waldschlößchen in Wangen, welches wir allerdings erst ca. 20 min. nach dem Ausstieg erreichten.

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Unser eigentliches Ziel – der Ausschank direkt am Anleger, hatte noch geschlossen. Dies sahen wir allerdings erst, als Uwe sich wieder trockene Sachen angezogen hatte. Beim Boot über den langen Steg tragen, trat er daneben – angeblich hatte ich zu sehr geschoben. Ja und die nächstgelegene Lokalität hatte ebenfalls geschlossen.

Aber der Garten am Waldschlößchen war auch nicht schlecht, das Bier und das Eis ebenfalls. Nur der Weg dorthin zog sich etwas: Laufen mindestens 10 min, Joggen 5 min. Letzteres konnte ich ausprobieren, als Uwe kurz vorm Wiedereinsteigen bemerkte, er hätte sein Spritzdeck dort am Stuhl hängen lassen.

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Also rannte ich zurück, um dann dort zu erfahren, das weder etwas gefunden noch abgegeben wurde. Ich untersuchte selber ‚unseren alten Platz‘, den nun eine Familie eingenommen hatte. Der Vater verstand ‚Strickjacke‘ statt ‚Spritzdecke‘, hob eine Tasche vom Stuhl und zog darunter etwas ehervor: „Hier liegen sogar zwei.“ Die Frau beschwerte sich:“Du kannst doch nicht einfach meine Strickjacke verschenken!“ So zog ich unverrrichteter Dinge wieder von dannen und Uwe kam mir schon grinsend entgegen. – Er hatte sie doch eingepackt und mitgenommen …

Wir paddelten noch ca. 1 h in gemütlichem Tempo bis zu dem kleinen gemütlichen und ruhigen Kanu-Zeltpaltz in Nebra – mit von uns geschätztem Verkauf gekühlter Getränke.

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Unterm Sonnenschirm in der Kafferunde – Doris konnte hier ihren elektischen Wasserkocher am Strom betreiben – berieten wir den weiteren Verlauf. Wir wollten auf den Berg zum Schloßhotel aufsteigen.

Dort angekommen genossen wir erst einmal jeder auf seine Weise das historische Fluidum, was nicht szuletzt von der Burgruine dahinter ausging.

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Jedoch der Service des Personals im Schloßhotel war ein sprichwörtliches Beispiel einer Service-Wüste. Trotz zahlreicher leerer Tische (die 1h später immer noch frei waren), bekamen wir keinen Einlaß. Die eine Hälfte unserer Gruppe machte kehrt und auf die Suche nach einer Versorgungs-alternative (trotz Bemerkung „Hier gibt es keine andere Gaststätte.“). Die andere Hälfte zug trotzig an der Bedienung vorbei, um wenigstens die Rückseite der Burgruine zu inspizieren und dabei den Ärger in andere Bahnen zu lenken.

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Die 1. Gruppe wurde tatsächlich in der Nähe fündig – „St. Georg“ am Markt.

Schwieriger war es für sie, die ‚Trotzkies‘ wieder zu finden. Wie dankbar waren wir, als es Ihnen endlich gelang – Und dem Wirt erst – der zwar jedes Essen einzeln zubereitete, dafür mit Liebe.

Fazit: Der heutige Tag führte uns durch malerische Landschaft hin zu einem maleurischen Landstreich im Nebraer Schloßhotel – den eine engagierte Klein-Kneipenbesatzung (St.Georg) wieder zum Guten wenden konnte.

Sonntag, 10. Juli 2016 — Nebra-Naumburg, 34 km

Noch vor 9 Uhr sind wir in Nebra gestartet. Dafür mussten wir 6.45 Uhr aufstehen, was mir aber nicht schwer fiel, denn ich war schon 5 Uhr wach. Wir starten am Unstrut km 36 und erreichen zügig am km 21 (hier wird rückwsärts gezählt) die 1. Schleuse – 15min. Früher als „berechnet“.

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Die 2. Schleuse folgt am km13,9 – mit Gaststätte auf der ananderen Uferseite, gute Preise und Bedienung, Liegestühle zum Ausruhen.

Die 4. Schleuse passieren wir in Freyburg, kurz vor unserem Ziel – Den Zeltplatz des Naumburger KV. Den erreichen wir ca. 16.30 Uhr mit etwas Unterstützung der nach dem Wehr wieder einsetzenden Strömung. Nach einer kurzen Siesta im Schatten mit Kaffe, Keksen und Marmeladenbroten gibt es noch die Radler-Überbleibsel aus Nebra und wir gehen fast fließend zum Abendbrot über mit selbst gekochten Nodeln, dazu Knoblauch, Sauce, Salz, Olivenöl. Der eigentliche Ort ist ca. 40 min. Fußweg von hier entfernt – Als Kultur bleibt uns müden Wasserwanderern also nur die Campinggaststätte nebenan – Mit unserem ebenso lustigen wie spannenden Reise-Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Kampf jedoch nicht weniger erlebnisreich. Wolfgang 2 muss als Kampfrichter ’nur‘ drei mal eingreifen und Bärbel beteuert auf Ihrem Vernichtungsfeldzug immer wieder, wie leid es ihr tut, Uwe zum x-ten Male ‚rauszuschmeißen‘ – Und wundert sich, dass wir ihr nicht so recht Glauben schenken können ob ihres herzhaften Lachens.

Montag, 11. Juli 2016 — Autos v. Sömmerda nach Naumburg

Unterwegs Besichtigung Ausstellung zur ‚Himmelsscheibe v. Nebra‘
Wir vermissen auf den Zeittafeln einen Eintrag von Coswig/Brockwitz, erkennen aber auf einer die Erwähnung der Paddler:

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Dienstag, 12. Juli 2016 — Camburg-Naumburg, 28 km

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Unser erster Saale-Paddeltag – vorbei an der Rudelsburg
Mittwoch, 13. Juli 2016 — Naumburg – Weißenfels, 19 km

Autstehen: 6:00

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8:30: Die anderen fahren die Autos nach Weißenfels. 9:00 – Torsten und ich warten – nun im Bootshaus, da der gelegentliche Nieselregen stärker wurde. In den nächsten 20 min. sollten die Autofahrer mit Doris‘ Auto wieder zurück sein (Torstens und Uwes Auto in Weißenfels stationiert).
Tatsächlich treffen sie 9.20 Uhr ein – und der Regen wird noch stärker – also warten wir lieber noch ca. 10 min. Danach kommen wir bei trockenem Wetter und sogar gelegentlichem Sonnenschein wunderbar bis Weißenfels.

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Ankunft: ca. 12:40

Leider endet unsere wunderschöne und erlebnisreiche gemeinsame Sommer-Paddeltour hier.

Wir verpacken die Boote wieder auf unseren Autos und der Regen setzt wieder ein. Während unserer ca. 2 stündigen Faht zurück beschließen Uwe und ich, den nächsten Tag noch bei einer Elbe-Tagestour ausklingen zu lassen – von DD Laubegast nach Coswig. Dabei freuen wir uns schon wieder auf die nächste Tour mit der ‚ganzen‘ Truppe.

Margit Grosser.

Anpaddeln der Coswiger Kanuten

16 Kanuten/innen aller Altersgruppen fanden sich am Sonntag, 10.04.2016 am Bootshaus ein. 2 Canadier und 8 Kajaks wurden vorbereitet, um die alle Teilnehmer unter zu bringen. Pünktlich um 13.30 Uhr waren alle in ihren Booten und paddelten zügig auf der flott strömenden Elbe gen Meißen. Nach 1 Stunde landeten wir kurz hinter dem Meißner Winterhafen am rechten Elbufer an. Dort erwarteten uns schon 2 Kleinbusse mit Bootstransportanhängern zum Rücktransport. Nach nur 8 °C auf dem Wasser war es kuschlig warm im Bus. Im Bootshaus wurde von einigen fleißigen Helfern bereits das gemeinsame Kaffeetrinken mit selbstgebackenem und gespendetem Kuchen vorbereitet. Der besondere Dank gilt Allen, die uns diesen schönen Paddelnachmittag ermöglichten.

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Die Touristik-Saison ist eröffnet…

Die Saison begann mit dem Sächsischen Anpaddeln
Am 19.04. 2016 hatte der Sächs. Kanuverband seine Wanderfahrer zum Anpaddeln nach Leisnig an der Freiberger Mulde eingeladen. Trotz frischer Temperaturen von 7° C und trübem Wetter waren 143 Kanuten dem Aufruf gefolgt. Nach der feierlichen Eröffnung vertraute sich die bunte Paddlergemeinde dem schnellen Wasser der gut gefüllten Mulde an. Die Hälfte der 22 km langen Strecke bis Grimma war bei Schloss Podelwitz erreicht. Hier gab es zur Mittagspause die legendäre Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Auch für kalte und warme Getränke war gesorgt. Der Rest der Strecke vorbei am Kloster Nimbschen war danach schnell zurück gelegt. Von unserem Verein nahmen 4 Kanuten/innen teil.

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Die wilde Freiberger Mulde
Schon 1 Woche später fanden sich 5 Coswiger Kanuten/innen am Bootshaus zu einer Wildwasserabfahrt auf der Mulde ab Freiberg bis Bieberstein ein. Leider blieben 4 Plätze im Bus frei, da die Fahrt trotz Ferien einfach keinen Widerhall bei der Kanujugend fand. Die Teilnehmenden waren aber höchst zufrieden: Ausreichendes und schnelles Wasser bei anspruchsvoller, zum Teil stark verblockter Strecke über 19 km verlangte von allen höchste Aufmerksamkeit. Auch der Wettergott spielte trotz einiger Schauer mit. Der Sturm störte uns im tief eingeschnittenen Tal der wunderschönen Muldelandschaft kaum. Drei Wehre  wurden Umtragen, ein Wehr konnte unter Gaudi befahren werden. Schönes Wildwasser gibt es auch bei uns in Sachsen, man muss sich nur aufraffen.

Freib.Mulde Conradsd.-Biberst. (1)Freib.Mulde Conradsd.-Biberst. (7) Freib.Mulde Conradsd.-Biberst. (13) Freib.Mulde Conradsd.-Biberst. (6)

 

Das Wanderpaddeljahr 2015 war nur Mittelmaß

Unser Paddelprogramm sah für das vergangene Jahr 24 Unternehmungen vor. Nur 50 % davon konnten umgesetzt werden. Die Hälfte viel wegen Wassermangel in den kleineren Flüssen, wegen gesundheitlichen Problemen der Ü 70-Gruppe oder auch wegen mangelndem Interesse aus.

Trotzdem legten die 13 Wanderpaddler laut Fahrtenbüchern insgesamt 4921 Kilometer zurück – etwas weniger als im vergangenen Jahr. Beim Wanderfahrerwettbewerb der 23 teilnehmenden Vereine Sachsens liegen wir damit im Mittelfeld. Das Wichtigste soll aber die Freude und der Erlebniswert bei der Paddelei sein. Das zeigt auch die gute Teilnahme von 22 Kanuten beim An- und Abpaddeln des Vereins auf der Elbe. Natürlich bildet auch das abschließende Kaffeetrinken mit gespendeten, selbstgebackenen Kuchen einen zusätzlichen Anreiz.

Den größten Aufwand verlangte die Durchführung der 5. Böhmisch-Sächsischen Elbefahrt mit 17 Teilnehmer, davon die meisten aus anderen Vereinen von 6 Bundesländern. Das neue Konzept als Gepäckfahrt über 3 Tage mit Besichtigung von Sehenswürdigkeiten fand allgemeine Zustimmung. Die vom starken Gegenwind geprägte Fahrt wurde von allen in ihrem Einerkajak gemeistert, zumal alles erfahrene alte Hasen waren.

Ende Juli ging es wieder ins 164 km entfernte Anhaltiner Coswig. Auf dieser 4-Etappen-Fahrt nutzten wir zum Übernachten die Gastfreundschaft der Vereine in Riesa, Torgau und Elster, so dass wir keine Zelte mitnehmen mussten. Bei guten sommerlichen Bedingungen war es eine schöne entspannte Fahrt für die 5 Teilnehmer. Wenig später erkundeten wir noch die sich ständig verändernde Mulde von Eilenburg bis Bad Düben. Der niedrige Wasserstand machte die Fahrt anstrengender als andere Jahre. Anfang September besuchten wir noch über 3 Tage bei schönstem Wetter den Spreewald, welcher mit seinen kaum zu zählenden Wasseradern immer etwas Neues bietet und nie langweilig wird.

Der September wurde zum richtigen Powermonat, weil uns noch Kilometer für den Wanderfahrerwettbewerb fehlten. An vier verschiedenen Tagen wurden auf unterschiedlichen Abschnitten der Elbe im Durchschnitt je 50 km zurück gelegt. Den Ausklang des Paddeljahres bildete eine gut organisierte Gemeinschaftsfahrt auf der Lahn, einem der schönsten Paddelflüsse Deutschlands. Von Marburg über Wetzlar, Weilburg, Limburg und Bad Ems paddelten wir bis zur Mündung in den Rhein. Als Höhepunkt legten wir auf diesem, vorbei am Deutschen Eck, noch 10 Kilometer bei besten Bedingungen zurück.

Die allerletzte Fahrt führte uns in die Leipziger Gewässer. Auch dieses Mal herrschten wieder außergewöhnlich warme Wetterverhältnisse. Erstaunt waren wir wieder über die vielfältigen Paddelmöglichkeiten in Leipzig. Selbst in der Innenstadt wird ständig an der Erweiterung der Wasserläufe gearbeitet – Kleinvenedig in Sachsen ist wohl zutreffend. Außer den beschriebenen Fahrten wurden von verschiedenen Mitgliedern noch individuelle Touren auf Havel, Saale, den Neuruppiner Gewässern und in Schweden gestaltet.

Wir hoffen nun auf ein kanutenfreundliches 2016, denn die Lust auf neue Gewässer und Erlebnisse ist ungebrochen. Neue Ideen dazu gibt es bereits, dabei werden die altbewährten Fahrten weiter ihren Platz behalten .

Wolfgang Thon

Das Paddeljahr 2015 klingt aus

Für den letzten Septembersonntag hatte der Coswiger Kanuverein zum Abpaddeln eingeladen, eine mehr symbolische Veranstaltung, denn das Slalomtraining geht bis zum Frosteinbruch weiter und einige Wanderfahrten für die unermüdlichen Paddler stehen auch noch im Programm.

In die Teilnehmerliste hatten sich schon vorher fast alle eingetragen. Am Sonntag selbst herrschte gegen 14 Uhr am Bootshaus dann reges Treiben. Die Bootsaufteilung erfolgte, das Zubehör wurde zugeordnet und alles auf die beiden Bootstransportanhänger gepackt. Die 13 unterzubringenden Boote fest zu zurren ging zügig voran. Nach einer kurzen Belehrung durch den Wanderwart erfolgte die Verteilung der 22 Teilnehmer auf 4 Fahrzeuge. In kurzer Zeit erreichte der Fahrzeugkonvoi die ehemalige Ro – Ro – Stelle in Radebeul Mitte. Bei schönem Sonnenschein wurden die Boote flott ins Wasser eingesetzt. Nach dem Festlegen des Spitzen- und des Schlussbootes vertrauten sich alle dem trägen Niedrigwasser der Elbe an. Vom Ufer winkten zum Abschied die zurückgebliebenen Kraftfahrer. Trotz des leichten Gegenwindes kam die bunte Paddlergruppe in ihren Kajaks, Canadiern und Faltbooten gut voran. Vorbei gings an der Radebeuler Weinfestkulisse, an der futuristischen Niederwarthaer Brücke, dem markanten Schornstein des ehemaligen Zellstoffwerkes bis schließlich das Naturschutzgebiet „Gauernitzer Elbinsel“ passiert wurde. Einigen Abkürzungsmutigen wurde die Einfahrt in den Elbarm hinter der Insel zum Verhängnis, in dem sie Grundberührung hatten und nur schwer wieder ins tiefe Wasser kamen. Bald jedoch hatten alle, vom jüngsten Nachwuchspaddler bis zum erfahrenen Senior, wohlbehalten den Vereinsbootssteg erreicht. Schnell erfolgte das Säubern und Aufräumen der Boote und des Zubehörs, denn auf alle wartete ein fantastisches Kuchenbüffet. Viele Muttis und Paddlerinnen hatten verschiedene Sorten Kuchen gebacken. Gut gelaunt griffen alle zu und ließen beim Kaffeeklatsch das Paddeljahr gemeinsam ausklingen.

Dank sei allen Kuchenbäckern, Kraftfahrern und Organisatoren, denn ohne sie gäbe es keine solche schöne Veranstaltung.

Wolfgang Thon

Abpaddeln-2015

Die 5. Böhmisch-Sächsische Elbefahrt begann erstmals in Usti nad Labem

Diesmal war die Fahrt voll ausgebucht, denn 15 Boote auf dem Radebeuler Bootsanhänger und 3 Boote auf unserem Bus sind das Maximum. Da es eine Fahrt mit Zeltausrüstung ist, musste auch im Bus ausreichend Platz gelassen werden. Die ersten Meldungen trudelten schon Mitte Februar ein, bis dann 14 Tage vor Meldeschluss die Teilnehmerliste mit Kanuten aus Berlin, Donauwörth Dessau, Leipzig, Niedersachsen, Osterwieck, Radebeul, Schönburg und Coswig komplett war. 3 Krankmeldungen in letzter Minute entschärften die Situation, so dass 17 Sportler/innen alle in Einerkajaks auf die Reise gingen. 12 Teilnehmer fuhren pünktlich und preiswert mit der Eisenbahn. Der Rest kam zeitgleich mit dem Bus in Usti an. Die 1.Etappe führte bei Sonnenschein über knapp 30 km durch die Ausläufer des Böhmischen Mittelgebirges von Usti nach Decin. Dort stand ein 2014 neu eröffneter Zeltplatz mit gutem Service und vernünftigen Preisen zur Verfügung. Eine Schlossbesichtigung rundete diesen schönen Paddeltag ab. Der nächste Tag führte durch die landschaftlich schönste Etappe von Decin nach Pirna über 50 km. Mittagessen gab es in guter Qualität in Hrensko. Das Pirnaer Ruderbootshaus bot uns für die Nacht eine vernünftige aber auch recht preisintensive Unterkunft. Die Schlussetappe nach Coswig über 40 km zog sich durch einen steifen Gegenwind ganz schön in die Länge. Zum Abschlusskaffee im Coswiger Bootshaus waren dann alle wieder beisammen und um einige Erlebnisse und Erfahrungen reicher. Die Stadtführungen in Decin und Pirna sorgten bei allen Teilnehmern für eine Erweiterung des Wissens. Die abschließende Bewertung der Fahrt stellte die gute Kameradschaft und gegenseitige Hilfsbereitschaft in den Vordergrund, machte aber auch auf die Gefahren durch die zunehmende Motorbootraserei aufmerksam. Insgesamt war es eine anspruchsvolle, durch den harten Gegenwind allerdings recht anstrengende wenn auch regenfreie Gepäckfahrt. Bleibt zum Schluss nur noch ein Dankeschön an die Fahrtenleiter, den Stadtführer und den Busfahrer für ihren selbstlosen Einsatz.

W. Thon