Gelungenes Abpaddeln auf der Mulde

Am 10. 10. 2020 wurde das diesjährige Paddeljahr symbolisch beendet. Traditionell trafen sich die Wanderkanuten Sachsens in Wurzen, um 20 km auf der naturbelassenen Mulde bis nach Eilenburg zu paddeln. Schon rechtzeitig hatte der organisierende Verein WWSV Brandis mit den Vorbereitungen, diesmal erschwert durch Hygieneauflagen, begonnen. 88 Sportler folgten der Einladung, darunter auch 7 vom Coswiger Kanuverein e.V. Auf dem Parkplatz an der Mulde traf sich am frühen Morgen die bunte Schar der Kanuten mit ihren Fahrzeugen. Nachdem die Transportfahrzeuge nach Eilenburg vorgebracht und die Fahrer mittels Rückholbus wieder in Wurzen gelandet waren, konnte es losgehen. Gegen 10:45 Uhr erfolgte die Eröffnung durch den Ehrenpräsidenten des Sächsischen Kanuverbandes. Der Vorsitzende vom Brandiser Verein wies konkret auf einige schwierige Stellen des Flusses und auf die Einhaltung der Hygienebestimmungen hin. Das Einbooten am nicht sehr kanutenfreundlichen Ufer geht auch infolge der großen Teilnehmerzahl immer etwas zähflüssig vonstatten. Dadurch zieht sich der bunte Bootskorso in die Länge und es gibt kaum Behinderungen. Die Mulde hatte ausreichend Wasser, da es wenige Tage vorher geregnet hatte. Trotzdem musste ständig mit großer Aufmerksamkeit die richtige Fahrlinie gefunden werden. Unsere jungen Slalomfahrer spielten natürlich mit ihren Booten im Rückwasser und auf den Stromzungen. Dabei wird man natürlich nass. So ist es von Vorteil, wenn im Boot ein wasserdichter Beutel trockener Wechselsachen mitgeführt wird, zumal um diese Jahreszeit doch ein frischer Wind den Körper auskühlen kann. Diesen hatten wir auch als Gegenspieler. Es war aber alles bei ca. 13 Grad im beherrschbaren Bereich. Sogar die Sonne lugte ab und zu hervor und schlug dem angesagten, doch nicht eintreffenden Regen ein Schnippchen. Nach 12 km gab es die Mittagspause am Kollauer Wehr. Hier war Gelegenheit zum Auffüllen der Kalorienverluste und zum Kleidungswechsel. Der Aus- und Einstieg ist hier besonders kompliziert. Ein dickes Seil am steilen Ufer hilft dabei entscheidend. Nach der Pause geht es weiter im idyllischen, stark kurvenden Mühlgraben nach Eilenburg. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und gute Strömung erfordern auch hier ein ständiges Aufpassen. Am Ziel an der Eisenbahnbrücke erwartet dann alle Teilnehmer ein Kuchenbüffet mit Kaffee oder Tee. Dann müssen nur noch die Fahrzeuge vom 500meter entfernten Bahnhofsparkplatz geholt werden. Nun beginnt wieder das emsige Verladen der Boote, des Gepäcks und zur guter Letzt der maskenbestückten Kanuten. Nach einer 90münitigen Heimfahrt wurde alles im Bootshaus verstaut. Zurück blieb die Erinnerung an ein erlebnisreiches Abpaddeln auf der wunderschönen Mulde. Wir danken dem WWSV Brandis und dem Sächsischen Kanuverband für diese gelungene Abschlussveranstaltung 2020.

Wolfgang Thon

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